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Versicherungsunterlagen aufbewahren: Was und wie lange?

28. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Im Schadenfall oder bei einem Streit mit dem Versicherer zählt, was du belegen kannst. Trotzdem liegen Policen oft verstreut in Ordnern, Mails und Kundenportalen. Diese Übersicht hilft dir beim Aufräumen.

Diese Unterlagen solltest du behalten

  • Police und alle Nachträge: Sie zeigen, was versichert ist, zu welcher Prämie und mit welchen Fristen.
  • Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB): und zwar in der Version, die für deinen Vertrag gilt, nicht die aktuelle von der Website.
  • Prämienrechnungen und Zahlungsbelege: als Nachweis, dass der Versicherungsschutz bestand.
  • Kündigungen und Kündigungsbestätigungen: belegen, wann ein Vertrag geendet hat.
  • Schadenmeldungen und Korrespondenz: inklusive Fotos, Quittungen, Polizeirapporte und Entscheide des Versicherers.
  • Leistungsabrechnungen der Krankenkasse: hilfreich für die Kontrolle von Franchise und Selbstbehalt und je nach Kanton für die Steuererklärung.

Wie lange aufbewahren?

Für Privatpersonen gibt es keine allgemeine gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Versicherungsunterlagen. Wie lange ein Dokument wichtig bleibt, hängt davon ab, wie lange daraus noch Ansprüche entstehen können:

  • Laufende Verträge: Police, Nachträge und AVB so lange, wie der Vertrag besteht, und danach noch einige Jahre.
  • Schadenfälle: Forderungen aus dem Versicherungsvertrag verjähren seit der VVG-Revision 2022 grundsätzlich nach fünf Jahren (Art. 46 VVG). Bewahre Schadenunterlagen deshalb mindestens so lange nach dem Ereignis bzw. dem Abschluss des Falls auf.
  • Haftpflicht: Schäden werden manchmal erst spät geltend gemacht. Alte Haftpflichtpolicen lohnt es sich länger zu behalten, damit du belegen kannst, wo du zu welcher Zeit versichert warst.
  • Lebensversicherung und Säule 3a: bis zur Auszahlung und darüber hinaus, bis die Steuerveranlagung abgeschlossen ist.
  • Steuerrelevante Belege: so lange, wie die Steuerbehörde die Veranlagung noch überprüfen kann. Die Regeln unterscheiden sich je nach Kanton.

Papier oder digital?

Für die meisten Versicherungsunterlagen genügt eine gut lesbare digitale Kopie. Bei wenigen Dokumenten, zum Beispiel Originalpolicen von Lebensversicherungen, kann das Original später verlangt werden. Bewahre diese im Zweifel zusätzlich auf Papier auf.

Tipps für die digitale Ablage:

  • Einheitliche Dateinamen, zum Beispiel Versicherer_Sparte_Jahr.
  • Pro Vertrag alle Dokumente zusammen ablegen, inklusive AVB.
  • Zugriff schützen: Versicherungsunterlagen enthalten Gesundheits- und Finanzdaten.
  • Mindestens ein Backup an einem zweiten Ort.

Wie Insurana hilft

In Insurana lädst du Policen, AVB, Nachträge und Rechnungen als PDF oder Foto hoch. Die App ordnet sie dem richtigen Vertrag zu, erkennt Prämien und Fristen und führt eine Versionshistorie, wenn ein Nachtrag etwas ändert. Schadenfälle kannst du mit den zugehörigen Belegen in einer Schadenakte sammeln. Die Originaldokumente bleiben jederzeit abrufbar und exportierbar.

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